Grafik mit der Aufschrift: 20 Sätze, die Introvertierte nicht mehr hören wollen. Links die Zeichnung einer Frau, die genervt schaut und die Hände hebt.

15 Kommentare

    1. Mir kommen alle Sätze bekannt vor 🙈 Ganz besonders der, warum so böse/ernst gucke🙄 Und in großen Gruppen gehe ich auch unter und verstumme eher, aber unterhalte ich mich mit weniger als drei Leuten werde ich meist gesprächiger😃Auch bin ich mein ganzes Leben lang schon recht ängstlich und vorsichtig 🙂 Das scheint wirklich einfach in einem drin zu stecken 🙈 Viele Grüße, Katrin 🙋🏻‍♀️

      1. Hallo Katrin,

        vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich riesig darüber gefreut.

        Spannend, dass du diese Sätze auch kennst. Dann lag ich mit meiner Auswahl ja nicht daneben. 😀 Ich denke auch, dass das einfach in uns drinsteckt. Aus unserer Haut können wir nicht raus, aber wir können unsere Stärken nutzen, um uns trotzdem im Leben zu behaupten. Zum Beispiel sind wir Introvertierte ja oft sehr kreativ und schreiben gerne. 🙂

        Ganz liebe Grüße
        Mim

    2. Oh ja 😄 Besonders „schau doch nicht so böse“ und „du wirkst so langweilig“ kommen mir bekannt vor. Vor allem letzteres kann mich ganz schön aufregen. Und ich möchte noch ergänzen: “ Ruf mich dringend zurück, ich muss ETWAS mit dir besprechen.“

      1. Hallo Paula,

        vielen Dank für dein Feedback. Cool, dass du die Sätze auch kennst. 😅

        Oh ja, das ist auch so ein Satz … da wird mir immer ganz bange und ich frage mich, was es wohl (schlimmes) sein wird, das man nicht per Textnachricht klären kann. Wir Introvertierte „lieben“ es ja sowieso, wenn man uns zum Telefonieren nötigt. 😜

        Ganz liebe Grüße
        Mim

  1. Danke für diesen Beitrag. Da fühle ich mich sehr verstanden. Ich kenne vermutlich jeden der Sätze außer dem mit dem ernst schauen. Auf Fotos und auch in Gesellschaft anderer bin ich eigentlich nur am Lächeln. Manchmal habe ich auch das Gefühl, bei einem Witz als einzige laut zu lachen. Ob das wirklich mein Humor ist oder ob es nicht eher eine (Schutz)Strategie ist? Ich brauche die Harmonie. Ich kann es z.B. gar nicht ertragen, wenn jemand ernst schaut. Dann geht das Gedankenkarrussel los und ich beziehe es schnell auf mich (Obwohl ich in dem Punkt mittlerweile achtsamer geworden bin und mich besser abgrenzen kann) 🙃

    1. Hallo Christina,

      vielen lieben Dank für dein Feedback. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass du dich in meinem Artikel wiederfinden kannst.

      Interessant! Tatsächlich kann ständiges Lächeln und lautes Lachen ein Zeichen von Unsicherheit oder Nervosität sein. Muss es aber nicht. Es kann auch sein, dass du einfach ein Mensch bist, der oft gut drauf ist und das auch nach außen zeigt. Deine Angst bei ernsten Blicken kann ich ein Stück weit nachempfinden. Mich verunsichert so etwas auch schnell, aber dadurch, dass ich selbst auch oft ziemlich ernst dreinschaue, bin ich da wohl nicht ganz so sensibel wie du. Find’s auf jeden Fall stark, dass du dich da schon weiterentwickelt hast und achtsamer geworden bist. Sich abgrenzen zu können, ist wichtig. Das lernt man aber nicht von heute auf morgen, deshalb finde ich es gut, dass du dir da die Zeit gibst, die du brauchst. Solche Ängste haben wir oft jahrelang mit uns herumgetragen, das kann man nicht einfach ablegen wie einen alten Mantel. 🙂

      Übrigens brauche ich auch Harmonie, da haben wir etwas gemeinsam. Es ist für mich z. B. schwierig auszuhalten, wenn sich Menschen im Fernsehen streiten oder Reporter ihren Interviewten kritische Fragen stellen, egal ob ich die interviewte Person mag oder nicht. Ich glaube allerdings, dass das bei mir mit meiner starken Empathie zu tun hat.

      Ganz liebe Grüße
      Mim

  2. Ich kann dir 100% beipflichten, ausser bei „Kannst du die Ergebnisse präsentieren?“
    Etwas vorzutragen – zumal wenn ich mich darauf vorbereiten konnte – hat mir schon immer Spass gemacht. Ich hier – die Anderen da. Ich kann endlich einmal mein Wissen an den Mann und die Frau bringen und es wird keine Interaktion gefordert. Alles Easy Peasy. Zumindest solange es keine Fragen dazu gibt. In der Zeit, wo ich mir die Antworten zurecht lege, kommt der Eindruck auf, dass ich im Thema nicht sattelfest bin. Dabei will ich lieber erst über die Antwort nachdenken, anstatt gleich drauflos zu plappern. (Siehe 10 Stärken, die Introvertiert haben, auf deinem Blog).
    Grüsse Barbara

    1. Hallo Barbara,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar.

      Ganz ehrlich? Ich musste beim Lesen schmunzeln, denn genauso wie dir geht es mir auch. Wenn ich vorbereitet bin, habe ich meist keine Probleme, etwas zu präsentieren. Aus denselben Gründen, wie du sie genannt hast. Aber ich weiß, dass es vielen Introvertierten gar nicht so geht. Deshalb habe ich den Punkt in die Liste aufgenommen. Finde es super spannend, dass du da ähnliche Erfahrungen gemacht hast, wie ich. 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Mim

  3. Vielen Dank für diesen Beitrag. Endlich lese ich etwas über mich und verstehe jetzt warum ich Gruppen nie gemocht habe und Teamfähigkeit gehasst habe. Ich liebe es alleine im Zimmer zu sein. da ist meine Welt. In Gruppen gehe ich unter und kann einfach nicht ich sein. Mein erstes Buch „Die Wahrheit ist ich war schon immer anders erscheint dieses Jahr. Jetzt verstehe ich wirklich alles. 🥹🥹🥹

    1. Hallo liebe Fatma,

      ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Es freut mich sehr, dass du dich in den Aussagen wiedergefunden hast. 🤗 Du siehst also: Mit dir ist nichts falsch, du bist völlig gut und richtig so, wie du bist – und du bist damit nicht allein!

      Viel Erfolg mit deinem Buch!

      Liebe Grüße
      Mim

  4. Als Kind habe ich den Ausspruch „Stille Wasser sind tief“ gehasst, weil er für mich so einen negativen Beigeschmack hatte, den Introvertierte gut kennen. Er drückte damals für mich nämlich nichts Positives aus, sondern dass ich nicht gut bin wie ich bin. Den Eindruck hat meine Mutter sogar noch verstärkt. Heute kann ich das etwas anders sehen und bin auch stolz darauf, tiefgründiger zu sein. Aber ohne den Leidensdruck hätte ich mich wahrscheinlich auch nicht auf die Suche nach einer tieferen Wahrheit gemacht.
    Eine ähnliche Wirkung wie „Stille Wasser sind tief“ hatte auch die ebenfalls häufig vorkommende Frage (oder soll ich sagen das „Urteil“?;)) „Warum bist du nicht selbstbewusster?“, die ich auch oft gehört habe. Dabei war das wahrscheinlich sogar oft als „guter Ratschlag“ und nicht abwertend gemeint. Extrovertiertere Menschen können sich da nur einfach nicht reinversetzen, warum da jemand nicht einfach „umswitcht“.
    Die Abneigung gegen Gruppenarbeit kenne ich übrigens auch noch, obwohl ich in den 70er und 80er Jahren zur Schule gegangen bin. 😉 Mein Klassenlehrer wollte mich nach der Grundschule auf die Hauptschule schicken, nur weil ich so still und obwohl ich schriftlich sehr gut war.

    1. Hallo liebe Karin,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar. 💛

      Das ist witzig, mir ging es mit dem Ausspruch „Stille Wasser sind tief“ früher genauso. In der 10. Klasse mussten wir Kommentare über unsere Mitschüler*innen abgeben, die gesammelt in einer Abschlusszeitung veröffentlicht wurden. Und ein Klassenkamerad, mit dem ich mich ein wenig angefreundet hatte, wollte mir wohl ein Kompliment machen und schrieb „Stille Wasser sind tief.“ über mich, was dann auch in der Abschlusszeitung veröffentlicht wurde. Aber ich empfand das überhaupt nicht als Kompliment. Dem „tief“ schenkte ich gar keine Bedeutung, stattdessen ärgerte ich mich nur über das „still“, weil es mir offenbar nicht gelungen war, meiner Klasse zu beweisen, dass ich ein interessanter, liebenswerter Mensch war (ich setzte „still“ mit „langweilig“ und „schüchtern“ gleich). Rückblickend finde ich das sehr traurig und ich betrachte den Ausspruch heute auch in einem ganz anderen Licht – genau wie du! Und mit der Frage „Warum bist du nicht selbstbewusster?“ konnte ich genauso wenig umgehen. Ich wusste damals einfach noch nicht, dass ich introvertiert bin und das überhaupt nichts mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun haben muss. Ich kann deine Gefühle diesbezüglich also sehr gut verstehen.

      Oh wirklich? Das ist ja heftig! Ich glaube, in deiner Generation war das noch viel schlimmer in den Schulen. Sogar bei mir, in den 90ern/00ern, wurden stille Schüler*innen noch mit schlechten mündlichen Noten „bestraft“, auch wenn sie schriftlich gut waren. Das hat mir so manchen Schnitt versaut. 🙁 Und es fördert natürlich auch die Selbstannahme, dass man „nicht richtig“ ist und das „Stillsein“ eine Schwäche. Ich hoffe wirklich, dass dies heutzutage nicht mehr so ist. Man kann es den (stillen) Kindern nur wünschen.

      Alles Liebe,
      Mim ✌️

      1. „Still“ mit „langweilig“ und „schüchtern“ zu assoziieren, drückt es gut aus, was auch ich in erster Linie mit „Stille Wasser sind tief“ verbunden habe. Als Kompliment ist es damals jedenfalls nicht bei mir angekommen. Ich habe es eher noch wie ein „Trostpflaster“ empfunden, so nach dem Motto „wenn du schon nicht lebhaft (=interessant) bist, dann wenigstens tiefgründig“. Aber auch tiefgründig zu sein, konnte ich kaum als etwas positiv Gemeintes annehmen, weil ich es wegen meiner Verunsicherung selten „beweisen“ konnte. Denn tief sitzt leider auch so eine Verunsicherung. 😥

        Du hast recht liebe Mim, es wäre den Kindern wirklich sehr zu wünschen, dass Stillsein nicht mehr als Schwäche angesehen und ihr tatsächliches Potenzial nicht mehr durch falsche Ideale unterdrückt wird. Nicht nur für sie, ich glaube, alle könnten davon profitieren, was stille Menschen zu sagen hätten. 💓

        1. Ja, das mit dem „Trostpflaster“ trifft den Nagel auf den Kopf. Genauso hat es sich für mich auch angefühlt. Ich sehe, wir haben da sehr ähnliche Erfahrungen gemacht, liebe Karin. Und ich denke, mit dem Begriff „tiefgründig“ kann man als junger Mensch auch noch nicht sooo viel anfangen. Zumindest gilt es nicht als „cool“, tiefgründig zu sein, und das ist es ja (leider), was man in diesem Alter erreichen möchte. Wer nicht cool ist, wird ausgeschlossen. Da kann man noch so tiefgründig sein. Wenn du verstehst, was ich meine. 😉 Jetzt, als Erwachsene, ist das „Coolsein“ natürlich eher unwichtig. Werte und Qualitäten wie „Tiefgründigkeit“ oder „gut zuhören können“ nehmen einen viel höheren Stellenwert ein (auch wenn sie in unserer extrovertierten Gesellschaft immer noch unterschätzt werden).

          Ganz genau, Karin. Stille Menschen haben so viel zu geben. Es wäre wünschenswert, wenn sie häufiger den Raum dafür bekommen würden.

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