Mein Jahresrückblick 2021: Festhalten, es geht los!

Grafik mit Aufschrift: Mein Jahresrückblick 2021. Daneben Foto von Mim mit langen, offenen Haaren und schwarzem Hut

Werbung | Er steht, endlich! Nach drei Wochen der Vorbereitung und voller Ich-kann-das-nicht-Momente präsentiere ich euch meinen Jahresrückblick 2021. Und ich könnte nicht glücklicher über das Ergebnis sein.

2021 war turbulent. Was mit einem Gläschen O-Saft und dem Spruch „Das wird MEIN Jahr!“ begann, entwickelte sich zu einem Abenteuer voller Höhen und Tiefen.

Ich startete nicht nur mein selbstständiges Gewerbe, sondern brachte gleich zweimal mein Blog-Baby „still & sensibel“ auf die Welt, bekämpfte meine Angst vor Instagram Reels, Video-Calls und WordPress.org, lernte spanische Zungenbrecher, „fand den Mut in mir“, stand im Urlaub ohne Hotel da und verlor meinen Partner an eine neue Frau. Und das alles innerhalb von nur 12 Monaten!

Zurückblickend kann ich sagen: Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich im Dezember 2020 war. 2021 war definitiv ein Jahr voller Veränderungen und Lektionen, die mich wachsen ließen. Ich musste in manchen Monaten so oft meine Komfortzone verlassen, dass ich irgendwann gar nicht mehr wusste, wie es sich anfühlte, sich in einer Komfortzone zu befinden. Gleichzeitig gab es aber auch Abschnitte, in denen sich überhaupt nichts tat, Zeiten des Stillstands und Nichtvorwärtskommens.

Die wichtigsten Ereignisse des Jahres erzähle ich dir hier und heute. Ich hoffe, dass du genauso viel Spaß beim Lesen hast, wie ich beim Schreiben. Mach’s dir gemütlich, schnapp dir ein paar Weihnachtsplätzchen und ein Heißgetränk und los geht’s …


Mein Rückblick auf meine Ziele für 2021

Es ist mir ja ein wenig peinlich, aber ich habe mir für 2021 tatsächlich keine festen Ziele gesteckt. Ich hatte zwischendurch immer wieder mal Ziele, aber die habe ich dann doch größtenteils verworfen, verschoben oder verflucht.

Ich hatte auch kein fancy Jahreswort oder Motto, so wie das bei vielen meiner Blogger-Kolleg*innen der Fall war.

Das Einzige, womit ich ins neue Jahr startete, waren ein Gläschen Orangensaft zum Anstoßen und die Worte: „Das wird MEIN Jahr!“

Was genau ich darunter verstand, hatte ich aber vergessen festzulegen. Ein Fehler, den ich zum Jahreswechsel 2022 nicht noch einmal machen werde.

Dennoch kann ich heute sagen: Jap, es war MEIN Jahr – nur ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Ich bin für jeden einzelnen Tag, den ich erleben durfte, für jeden einzelnen Fehler, der mir unterlaufen ist und für jeden wundervollen Menschen, den ich 2021 kennengelernt habe, unglaublich dankbar.


Mein Jahresrückblick 2021

2021 war einiges los bei mir. Es gab Zeiten, da bin ich gerade so durch mein Leben geschwebt, und dann wieder Abschnitte, die ich am liebsten übersprungen hätte. Die wichtigsten Ereignisse habe ich dir hier zusammengefasst.

Startschuss für die Selbstständigkeit

Im Oktober 2020 beschloss ich, mich 2021 als Autorin und Bloggerin selbstständig zu machen. Zumindest nebenberuflich.

Ich stürzte mich also in die Vorbereitungen und absorbierte jede Info, die ich über das Thema Existenzgründung, Online-Business und Selbstständigkeit bekommen konnte. Ich hörte Podcasts, schaute Videos, las unzählige Blogartikel, bastelte an einem Business-Plan, informierte mich über die Einnahmemöglichkeiten als schreibende Person, meldete mich beim Finanzamt, der VG Wort und dem Amazon Partnerprogramm an – und wurde von Tag zu Tag euphorischer.

Erst mal ausgebremst

Doch obwohl ich im Januar 2021 aktiv mit meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit loslegen wollte, fiel mir schnell auf, dass es noch vieles gab, das ich gar nicht bedacht oder gewusst hatte.

Zum Beispiel war mir gar nicht bewusst gewesen, dass Affiliate-Links setzen als Bloggerin nicht als freiberufliche Arbeit zählte (im Gegensatz zum Schreiben von Texten, etc.). Deshalb musste ich noch ein Gewerbe anmelden.

Also wurde ich gleich mal ausgebremst und konnte im Endeffekt erst am 1. März so richtig loslegen, als dann der Gewerbeantrag durch war.

Portrait von Bloggerin mit schwarzem Hut
Mein erstes „offizielles“ Foto vom 11. Januar für „still & sensibel“

Unseriöse Kooperationen

Hinzu kam, dass ich bald bemerkte, wie schwierig es ist, Kooperationen mit Unternehmen einzugehen. Ich bekam zwar einige Anfragen von Agenturen und Unternehmen, aber sie wollten in der Regel alle, dass ich einen bezahlten Do-Follow-Link setze (was gegen die Google-Richtlinien verstößt) und/oder die Kooperation nicht als Werbung kennzeichne.

Sie dachten wohl, mit kleinen Bloggern wie mir können sie solche Spielchen spielen, aber da haben sie sich geirrt.

Ich mag kein Profi sein, was dieses Thema betrifft, aber dass es absolut unseriös ist, einen Werbelink nicht als solchen zu kennzeichnen, das weiß sogar ich. Also habe ich abgelehnt.

Rezensionsexemplare ergattert

Was mich aber sehr gefreut hat, war, als ich für diesen Blog hier zweimal angefragt wurde, ob ich Lust hätte zwei Bücher über Introversion zu lesen und auf meinem Blog vorzustellen. Diese Rezensionsexemplare habe ich natürlich gerne angenommen.

Allerdings hinke ich mit dem Lesen etwas hinterher. Eines der beiden Bücher habe ich bereits angefangen, das andere schlummert noch als E-Book auf meiner Festplatte. Ich bin aber schon sehr gespannt darauf.

Portrait Bloggerin mit schwarzem Hut
Mein zweites „offizielles“ Foto für „still und sensibel“ vom 22. April.

Wie ich spanische Zungenbrecher gelernt habe

„Hola, soy Mim de Alemania. Hablo un poco de español y aprender esta lengua es muy divertida.“

Wenn ich jetzt nicht ein paar ziemlich fiese Fehler reingehauen habe, müsste das so viel heißen wie „Hallo, ich bin Mim aus Deutschland. Ich spreche ein bisschen Spanisch und diese Sprache zu lernen, macht sehr viel Spaß.“

Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit schon ein paar Mal angefangen, Spanisch zu lernen. Ich versuchte damals allerdings, mir gleichzeitig auch noch Grundkenntnisse in Niederländisch und Indonesisch beizubringen und drei Sprachen auf einmal lernen zu wollen, ist keine vielversprechende Idee.

Statistik Infografik Duolingo

Sprachenlernen mit Unterstützung aus Mexiko

Aus mangelnder Motivation hatte ich das Sprachenlernen Anfang 2021 an den Nagel gehängt, doch dann intensivierte sich meine Freundschaft zu einem sympathischen Mexikaner. Er heißt David und ist – genau wie ich – hochsensibel und introvertiert. Fleißige Leser*innen meines Blogs erinnern sich vielleicht daran, dass ich ihn in meinem Artikel über den Unterschied zwischen Hochsensibilität und Hochsensitivität bereits näher vorgestellt habe.

David und mich verband aber nicht nur ein ähnliches Temperament, sondern auch die Liebe zu Sprache und – rein zufällig – lernte er Deutsch und freute sich, dass ich ihm dabei helfen wollte. Inspiriert von dieser Freundschaft beschloss ich, mein Spanisch weiter zu verbessern.

Heute habe ich fast 250 Tage in einer Reihe Spanisch bei Duolingo gelernt und mit David trainiert. Er bringt mir oft mexikanische Sprichwörter bei oder wir tauschen uns über Musik in der jeweiligen Landessprache aus.

Zungenbrecher und trabalenguas

Wir haben uns sogar gegenseitig Videos geschickt, in denen wir versuchen, Zungenbrecher (auf Spanisch: trabalenguas) in Deutsch und Spanisch auszusprechen. Eine hervorragende Übung, die ich jedem nur empfehlen kann, der die Aussprache einer Fremdsprache trainieren möchte.

Das ist nicht nur super hilfreich, sondern vor allem auch urkomisch. (Mit „Brautkleid bleibt Brautkleid …“ hatte er mindestens genauso große Probleme, wie ich mit „El arzobispo de Parangaricutirimicuaro …“. Und keine Gewähr, dass ich das jetzt richtig abgetippt habe!)

Bloggerin zeigt Zettel mit Zungenbrechern und streckt dabei die Zunge raus
Bei diesen Zungenbrechern hab ich mir beinahe die Zunge verknotet.

Wie ich mit „still & sensibel“ schwanger wurde

2021 kam der Storch zu mir. Der Blog-Storch.

Zugegeben, „still & sensibel“ ist nicht mein erstes Baby dieser Art. Seit wir bei uns zu Hause Internet hatten (dürfte so um das Jahr 2002 herum gewesen sein), wollte ich eine eigene Website.

Meine Eltern waren aber dagegen. Dieses Internet war ihnen unheimlich. Nach langem Betteln und Flehen hatte ich sie irgendwann aber so weit, dass sie einwilligten, dass ich eine Website basteln dürfte, wenn mein Notendurchschnitt am Schuljahresende besser als 2,5 sei.

Mit Hängen und Würgen schaffte ich das sogar. Und das war der Startschuss für viiiiele Website- und Blogprojekte, die mich in den letzten zwanzig Jahren begleiteten. Ich hab damals angefangen und nie wieder damit aufgehört.

Die Introversion rückt in den Fokus

Im Frühling 2020 stellte ich mit Überraschung fest, dass mein alter Tumblr Blog über Introversion, den ich 2013 aus einer Laune heraus angelegt hatte, bereits um die 24.000 Follower zählte. Auf diesem Tumblr Blog hatte ich hauptsächlich Zitate und selbst gebastelte Memes über „introvert problems“ geteilt, doch das Thema war offensichtlich gefragt.

Ich bekam Lust, einen „richtigen“ Blog zum Thema Introversion zu erstellen und schmiedete Pläne für einen englischen WordPress-Blog, der genauso heißen sollte wie der Tumblr Blog: The Introvert’s Lifestyle.

Tumblr Blog "The Introvert's Lifestyle"
Mein alter Tumblr Blog „The Introvert’s Lifestyle“, mit dem alles begann.

Nachdem ich viel Zeit, Geld und Energie in das Projekt gesteckt hatte, realisierte ich, dass mein Plan nicht aufging. Zwar war mein Englisch gut genug, um Artikel in der Sprache zu schreiben, doch es war anstrengend und meine Zielgruppe lebte am anderen Ende der Welt. Und – aus irgendeinem Grund – konnte ich auch nie wirklich „ich selbst“ sein.

So traf mich Ende 2020 die Erkenntnis: Das funktioniert nicht. Ich möchte einen deutschsprachigen Blog, der Menschen aus der DACH-Region anspricht.

Was bitte ist „andersam“?!

Ursprünglich wollte ich über Introversion, Hochsensibilität und Vielbegabung schreiben, aber die Vielbegabung war – no pun intended – ein Thema zu viel. Ich wollte über das „Anderssein“ berichten. Die Welt aus der Sicht eines Außenseiters. Und ich hatte auch einen fancy Namen dafür: „Andersam“. Manche Menschen sind einsam, andere strebsam oder arbeitsam und ich war eben „andersam“.

Ursprünglicher Blogbanner mit dem Titel "Andersam - aber glücklich" mit grünen, gelben und roten Farbklecksen
Mein erster Entwurf für ein „Andersam“-Banner vom 26. November 2020

Dass das Wortspiel totaler Mist war, wurde mir schnell klar, als meine beste Freundin fragte, was bitte das denn heißen sollte. Und spätestens, als ich auf dem Twitter-Account des Blogs die ganze Bio dazu verwenden musste, um den Namen zu erklären, leuchtete mir ein, dass ein anderer Name hermuss.

Und ein paar Tage später war ich mit „still & sensibel“ schwanger – bis eben besagter Klapperstorch kam und mir am 12. April 2021 mein Blog-Baby überreichte. Eindeutig eines der absoluten Highlights des Jahres.

Das Blog-Baby stellt meine Welt auf den Kopf

Seitdem hat sich viel getan. Ich verfolge dieses Projekt mit meiner ganzen Leidenschaft, habe viele Ideen und gleichzeitig viel zu wenig Zeit, um alle umzusetzen. Ich könnte wohl ein Team von 10 Leuten problemlos beschäftigen, aber ich bin momentan (noch) absolut solo unterwegs.

Das macht mir aber auch Spaß. Ich denke mich gerne in neue Bereiche ein, probiere aus, lerne interessante Dinge dazu, finde Lösungen. Ich arbeite an meinem Business-Konzept, erstelle Redaktionspläne für Blog und Social Media, schreibe voller Leidenschaft meine Texte und bastle Grafiken dazu, die mittlerweile auch ganz hübsch aussehen.

still & sensibel Banner mit schwarzem Namnesschriftzug auf gelber Feder
Mein aktuelles „still & sensibel“-Banner, für das ich viel Lob bekommen habe.

Momentan tüftle ich an einem Newsletter für „still & sensibel“, damit du dich zukünftig ganz easy per E-Mail informieren lassen kannst, wenn es von mir etwas Neues gibt.

Seit es „still & sensibel“ gibt, steht mein Leben kopf – auf positive Art und Weise. Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

Angst bekämpft, Teil 1: Reels auf Instagram

„Reels? Nee, lass mal. Ich werde garantiert nicht vor der Kamera rumhampeln.“

Das war immer meine Überzeugung. Bis zum 14. Juni. Da habe ich dann doch „vor der Kamera rumgehampelt“.

Marketing-Gurus lieben Reels

Immer wieder hatte ich in Podcasts und Videos von Marketing-Gurus gehört, dass Leute, die auf Instagram Reichweite aufbauen möchten, unbedingt auf Reels setzen sollten. Ich selbst konnte damit allerdings überhaupt nichts anfangen. An Apps wie TikTok fehlte mir vollkommen das Interesse und ich war mir sicher, dass das nicht zu mir passen würde.

Hinzu kam, dass ich in der Vergangenheit einmal das Format ausprobiert hatte, allerdings jenes Reel nach wenigen Minuten gelöscht hatte, weil es mir peinlich war (und ich auch noch einen gemeinen Kommentar dazu bekommen hatte).

Reels waren also lange für mich ein absolutes No-Go. Doch das änderte sich im Frühjahr 2021.

Erste Reel-Versuche

Mich packte doch die Lust, es mit den Reels zu versuchen. Ich suchte mir ein paar interessante Audios heraus, zu denen mir spontan Ideen kamen, und speicherte sie ab. Dennoch konnte ich mich nicht entscheiden, was ich nun eigentlich als Erstes drehen wollte und die Angst vor negativen Reaktionen war gigantisch.

So zögerte ich das erste Reel immer weiter hinaus, bis ich irgendwann an den Punkt kam, an dem ich mir sagte: „Okay, Mim, jetzt oder gar nicht!“ Also setzte ich mir eine Deadline (den 14. Juni) und dachte darüber nach, was ich denn posten könnte.

mein erstes Reel auf Instagram
Mein erstes Reel auf Instagram hat viel positives Feedback bekommen.

Die Idee kam ziemlich schnell: Wieso nicht das ständige Verschieben des ersten Reels auf die Schippe nehmen? Gesagt, getan!

Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten. Ich bekam von allen Seiten Lob für das Reel und neue Menschen wurden auf mich aufmerksam. Für mich ein kleiner Erfolg. Doch der größte Gewinn war, dass ich meine Angst vor Reels überwunden hatte. (Und ich muss zugeben: Die Marketing-Gurus hatten recht …)

Reels – auch was für andere Intros und HSP?

Einige Wochen später veröffentlichte ich zudem einen Post auf meinem Instragram-Kanal, in dem ich andere Introvertierte und Hochsensible versuche zu ermutigen, selbst mal die Reels auszuprobieren. Die Resonanz war groß und der Beitrag bekam die meisten Kommentare all meiner bisherigen Posts.

Auch an dieser Stelle möchte ich dir ans Herz legen, gerne mal die Reels auszuprobieren. Sie sind eine großartige Möglichkeit, auf Instagram neue Menschen auf dich aufmerksam zu machen. Vielleicht schreibe ich zu dem Thema auch mal einen separaten Blogartikel im neuen Jahr.

Angst bekämpft, Teil 2: Video-Calls

Bis Sommer 2021 hatte ich panische Angst vor Video-Calls.

Ein großer Fan vom Telefonieren war ich ohnehin nie. Aber wenn mich die Leute dabei auch noch SEHEN können (und ich mich selbst vor allem auch), dann machte mir das erst recht Angst. Das war ja wie ein Treffen – da kickte sofort meine Social Anxiety.

Heute mache ich Video-Calls. Wenn auch meist nur anlässlich von Online-Events, Kursen oder Coachings. Und noch immer mit einer Menge Nervosität. Aber ich tu’s. Und auch privat werde ich diesbezüglich offener.

Doch wie habe ich meine panische Angst überwunden?

Ich bin gesprungen.

Ins eiskalte Wasser.

Eine perfekte Chance

Oder besser: Ich habe ein Angebot bekommen, das mein Angst-Ich gleich wieder ablehnen wollte, doch mein Wachstums-Ich hat zum Glück zugegriffen.

Anfang Juni schrieb mich die liebe Coach Katrin Scheffler an. Sie launchte gerade ein neues Coaching-Programm und suchte dafür noch Testpersonen, die gegen Feedback drei kostenlose Coachingstunden zum Thema „Perfektionismus loslassen“ bekamen.

Da wir uns kurz vorher bei Instagram über den Weg gelaufen waren und ich ihr gegenüber erwähnt hatte, wie sehr ich unter meinem Perfektionismus litt, dachte sich die liebe Katrin wohl, dass ich als Test-Coachee infrage kommen würde.

Ich bekam also jene Nachricht von ihr und mein erster Impuls war: „Wow, cool! Da musst zugreifen, die Chance bekommst du nie wieder!“

Doch dann meldete sich Angst-Ich: „Jaaa, aber dann musst du ja Zoom nutzen und du hast das doch noch nie gemacht. Du kriegst das mit der Technik bestimmt nicht hin. Und du kennst diese Katrin doch gar nicht. Was, wenn sie in Wirklichkeit total unfreundlich ist? Oder ein falsches Bild von dir hat? Du willst zwar selbstständig sein, aber du bist chronisch krank und wenn die Katrin das erfährt, will sie dich bestimmt nicht mehr coachen …“

Was soll ich sagen? Ich habe Katrin TROTZDEM zugesagt. Und absolut NICHTS von Angst-Ichs Bedenken ist eingetroffen.

Das Coaching mit Katrin gehört zu den wertvollsten Erfahrungen des Jahres für mich. Katrin ist nicht nur ein sehr kompetenter Coach, sondern auch sehr offen, sympathisch und humorvoll. Ich habe mich SOFORT mit ihr wohlgefühlt. Auch wenn ich vor jeder Coaching-Session erst mal Bauchschmerzen hatte, war die Angst wie weggeblasen, sobald Katrin mich begrüßte.

Mim legt die Hand an die Stirn und verzieht das Gesicht
Mein Gesicht, als ich dran dachte, meine Angst vor Video-Calls überwinden zu müssen.

Eine neue Routine

Angefixt von dieser Erfahrung wollte ich mehr davon. Nach dem Coaching mit Katrin kam es im Juli zudem zu zwei Zoom-Calls mit der lieben Katharina Siebauer. Auch sie widmet sich dem Thema Perfektionismus, allerdings nähert sie sich der Sache auf die spirituelle und energetische Herangehensweise. Ich durfte mit ihr ein super aufschlussreiches Trance Healing erleben, das einige Aha-Momente für mich bereithielt.

Auch der Selbstlernkurs mit Sandra Krüger lief zur selben Zeit, doch darüber erzähle ich dir später mehr.

Bis August machte ich es mir zur regelmäßigen Routine, ein bis zwei Video-Calls pro Woche zu führen und das tat mir wirklich gut. Trotz der widrigen Umstände hatte ich so die Möglichkeit, mich mit anderen Menschen persönlich auszutauschen.

Leider behielt ich diese Routine nicht bei und sie schlief im Herbst schließlich ein. Bis … ich bei einem wunderbaren Bootcamp auf Facebook eine Coaching-Session mit der lieben Magdalena Brzuzy gewann!

Ich merkte sofort, dass die Nervosität nach der langen Zeit wieder stärker war, aber auch hier war es so, dass meine Angst schnell verflog, als mich Magdalena mit einem strahlenden Lächeln begrüßte. Dadurch, dass ich sie davor im Bootcamp in Live-Videos gesehen hatte, war die Scheu nicht ganz so groß. Auch mit ihr hatte ich eine wunderbare Coaching-Session, mit Energiearbeit und der Auflösung von Blockaden.

Eine lange weitere Session hatte ich mit ihr dann noch mal Mitte Dezember, doch davon erzähle ich später mehr.

Auch mit Katrin gab es Anfang Dezember noch mal ein kurzes Wiedersehen auf Zoom – und ihr verdanke ich es wohl, dass ich mich fest dazu entschlossen habe, bei Judith „Sympatexter“ Peters‘ Aktion „Jahresrückblog21“ dabei zu sein und diesen Jahresrückblick zu schreiben.

Ich möchte Katrin Scheffler, Sandra Krüger, Katharina Siebauer und Magdalena Brzuzy an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für ihre Unterstützung danken. Ihr habt mir auf meinem Weg sehr geholfen und ich empfehle alle vier Coaches wärmstens weiter.

Wie ich „den Mut in mir fand“

Anfang Juni nahm ich mir vor, mehr Chancen zu ergreifen, die sich ergeben. Nur wenige Tage, nachdem ich dieses Commitment mit mir selbst eingegangen war, flimmerte ein verlockendes Angebot über mein Handy-Display.

Auf Instagram bewarb die liebe Sandra Krüger ihren Selbstlernkurs 2.0 „Finde den Mut in dir“, der introvertierte Schüchterne dabei unterstützen sollte, mehr Selbstsicherheit zu gewinnen.

„Sehr gut“, dachte ich mir. „Das ist genau das, was ich brauche.“

Ich hatte zwar bei den Coachings mit Katrin Scheffler und Kathi Siebauer schon trainiert, Video-Calls durchzuführen, doch die Aussicht darauf, dass ich mich in Sandras Selbstlernkurs wieder regelmäßig dieser Herausforderung stellen müsste (und zwar in einer Gruppe), verschaffte mir Bauchschmerzen.

Doch auf den Kurs gab es zu jenem Zeitpunkt Rabatt und ich fühlte einfach, dass es das Richtige für mich war. Zumal ich mir den Kurs auch leisten konnte, wenn ich die kommenden Monate ein wenig sparte. Also ergriff ich die Chance und meldete mich an.

Selbstbekenntnis für den Selbstlernkurs von Sandra Krüger
Schritt Nr. 1: Selbstbekenntnis für den Selbstlernkurs unterschreiben.

Eine spannende Zeit im Selbstlernkurs

Sandra war erst mal ganz überrascht, dass ich den Kurs machen wollte – denn sie hatte gedacht, dass ich bereits selbstsicher sei, da ich schließlich über Introversion bloggte und mich auf Instagram auch ziemlich stark gab. Ich erklärte ihr, dass ich zwar meine Introversion annehmen konnte, aber dennoch oft sehr unsicher und schüchtern war und mir diesbezüglich Unterstützung wünschte.

Und so kam es, dass ich vom 28. Juni bis 22. August meine Reise zu mehr Selbstsicherheit antrat. Ich nahm mir bewusst Zeit, mich mit meiner Persönlichkeit, meinen Ängsten und Werten auseinanderzusetzen.

Begleitend durfte ich einzelne Coaching-Stunden mit Sandra absolvieren und immer sonntags in der Gruppe beim „Feiern und Reflektieren“ berichten, was in der vergangenen Woche gut und schlecht gelaufen war. Das tat mir sehr gut und das offene Sprechen in einer kleinen Gruppe half mir ungemein, mich aus meiner Komfortzone zu wagen.

Ganz am Schluss bekamen wir die Aufgabe, uns eine kleine Challenge aufzuerlegen, um die gelernten Inhalte in die Tat umzusetzen. Ich nahm mir vor, eine fremde Arztpraxis zu kontaktieren und nach einem Impftermin zu fragen. Da ich das telefonisch machen wollte, war ich mir sicher, dass es mir viel abverlangen würde.

Dass ich am Ende aber sogar persönlich zu der Arztpraxis gehen würde, weil ich sie telefonisch nicht erreichte, hatte ich aber nicht erwartet. Leider klappte das mit dem Impfen bei dieser Praxis nicht, aber ich hatte meine Challenge trotzdem geschafft und darauf war ich sehr stolz.

Wo bleiben meine Moneten?

Wenn 2021 etwas überhaupt nicht geklappt hat, dann war das, mit dem Bloggen Geld einzunehmen. Ich hatte einen ganz klaren Plan:

Ein paar Affiliate-Links setzen, auf Social Media sichtbar werden, Sponsoren anlocken – und dann wie Onkel Dagobert in meinen Geldpool springen.

Doch leider schlug ich ziemlich schnell auf dem dreckigen, kalten Boden der Tatsachen auf.

PLATSCH!

„Huch“, dachte ich. „Was ist denn jetzt los? Warum kommt keine Kohle rein?“

Ganz einfach: Weil ich null Strategie und Erfahrung hatte.

Trostpflaster von der VG Wort

Lange Rede, kurzer Sinn: Geld habe ich nicht viel eingenommen, aber dafür viel gelernt. Sehr viel gelernt. Über mich selbst, die Businesswelt und meine eigene Expertise.

Ein kleines Trostpflaster gab es dennoch:

Ich habe mich gefeiert, als mir die VG Wort Ende September zum ersten Mal Tantiemen überwies. Ich machte solch einen Wirbel um die paar Euro, dass man hätte denken können, ich habe den Jackpot geknackt.

Für mein Umfeld war das nur ein kleines Taschengeld, aber für mich war es etwas Besonderes. Das erste Geld, das ich mit meinen Texten eingenommen hatte. Ein kleiner Meilenstein auf einer hoffentlich noch langen, spannenden Reise zum hauptberuflichen Schreiberling.

(Und ja, ich mag das Wort Schreiberling und finde es überhaupt nicht abwertend. Deshalb benutze ich es gerne für mich.)

Wahrnehmungsvertrag der VG Wort
Am 29. September gab’s das erste Mal Tantieme von der VG Wort.

Urlaub mit Hindernissen

Stell dir vor, du kommst am Urlaubsort an und stehst ohne Hotel da.

So ging es meinem Partner und mir, als wir im Oktober nach Dresden reisten. Durch eine furchtbar unglückliche Situation (auf die ich nicht weiter eingehen möchte) mussten wir uns direkt vor Ort ein neues Hotel suchen.

Für zwei super introvertierte Menschen ohne jeglichen Sinn für Spontaneität eine wahre Herausforderung. Wir saßen also da, unweit unseres ursprünglich gebuchten Hotels in einer Seitenstraße, und überlegten, wie wir weiter vorgehen wollten.

Mein Partner war auf 180 und verkündete lautstark, dass er am liebsten umkehren und wieder nach Hause fahren wollte. Nur: wir hatten 5 Autostunden hinter uns und waren beide zu müde und erschöpft, um uns dieselbe Distanz noch mal aufzuhalsen. Hinzu kam, dass zwei Tage später mein 32. Geburtstag stattfand – und ich den gefälligst in Dresden feiern wollte.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als kurzfristig sämtliche Hotels in der Nähe abzutelefonieren und eine neue Unterkunft zu suchen. Nach etwa einer Stunde Hin und Her fanden wir ein Hotel, das sich für uns passend anhörte und auch noch Betten freihatte. Es hieß, wir könnten direkt anreisen und dann vor Ort das Zimmer buchen.

Neues Hotel, neue Hürden

Das Hotel lag nur wenige Minuten vom ursprünglichen Hotel entfernt. Dennoch fanden wir es nicht gleich, weil sein Schriftzug mit dem Hotelnamen nur von der anderen Straßenseite aus erkennbar war. Wir fuhren also erst mal daran vorbei und wunderten uns, warum das Hotel scheinbar nicht existierte. (Glaub mir, wir waren kurz vor’m Verzweifeln.)

Schließlich fanden wir es dann aber doch. Völlig erschöpft parkten wir unseren Corsa in der Einfahrt des Hotels und betraten das große Gebäude. An der Rezeption standen mehrere Damen in weißen Blusen und dunklen Hosen und unterhielten sich. Als wir uns näherten, lächelten sie freundlich.

Mein Freund erklärte, dass wir angerufen hätten und gerne ein Zimmer buchen wollten. Wie versprochen war auch noch ein Zimmer frei – fast zum doppelten Preis, wie das, das wir ursprünglich beim alten Hotel gebucht hatten. Außerdem war das Zimmer noch nicht gereinigt, wir mussten uns also eine Stunde gedulden, bis wir einchecken konnten.

Beide Hindernisse nahmen wir in unserer Not (zu erschöpft, um ein günstigeres Hotel zu suchen) hin und vertrieben uns die Wartezeit am Elbufer, das sich ganz in der Nähe unserer neuen Unterkunft befand. Von dort aus hatte man einen prachtvollen Blick auf die Altstadt, die wir sofort fleißig fotografierten.

Blick auf die Elbe und Dresdner Altstadt
Blick auf die Elbe und Dresdner Altstadt

Wir suchten auch nach einem geeigneten Restaurant für ein Abendessen, konnten aber nichts finden. Also kehrten wir zu unseren Mini-Salamis und Brötchen zurück, die wir noch im Auto vorrätig hatten.

Glück im Unglück

Nach etwa einer Stunde war unser Zimmer dann auch bereit und wir konnten es uns endlich gemütlich machen.

Es folgte ein sehr schöner Urlaub mit einem sehr schönen Geburtstag. Wir besuchten den Zoo, machten eine Stadtrundfahrt und erkundeten die Altstadt auf eigene Faust. Leider regnete es die meiste Zeit, doch wir machten das Beste daraus.

Hätte ich allerdings damals gewusst, was mein Partner mir eineinhalb Monate später gestehen würde, hätte ich den Urlaub noch intensiver genossen. Doch dazu später mehr …

Frauenkirche Dresden
Die wunderschöne Frauenkirche in Dresden
Semperoper Dresden
Die Semperoper in Dresden – leider hat es geschüttet wie aus Kübeln.
Mim lächelnd mit Cupcake in der Hand
Ein glückliches Geburtstagskind

Angst bekämpft, Teil 3: WordPress.org

„Blog selber hosten? Das krieg ich nicht hin. Davon hab ich viel zu wenig Ahnung.“

2014 hatte ich verzweifelt versucht, mir WordPress.org einzurichten, doch war kläglich gescheitert. Seit diesem Tag war ich überzeugt: Ich kann WordPress.org nicht nutzen und muss auf den (völlig überteuerten) Baukasten WordPress.com zurückgreifen.

Was der Unterschied ist? WordPress.org ist eine kostenlose Software, die man nutzen kann, um selbst einen Blog zu hosten. WordPress.com ist die Baukasten-Variante, die direkt bei WordPress gehostet wird. Je nach Tarif hat man auch nur eine begrenzte Auswahl an Funktionen.

Anfangs hatte mir WordPress.com völlig gereicht, aber irgendwann wollte ich mehr. Ich war anspruchsvoller geworden, was die Bloggerei betrifft. Aber selber hosten? Ich?

Webgo und ich – ein tolles „Team“

Ich traute mich nicht, aber ich war neugierig. Also habe ich das Thema ein bisschen gegoogelt (was ich längst hätte tun sollen) und bin auf einen hilfreichen Artikel von blogmojo über Webhoster gestoßen. Plötzlich kam mir die Sache gar nicht mehr so hoffnungslos vor. Kurzentschlossen meldete ich mich beim Webhoster webgo an.

Mittlerweile bin ich ein echter Fan von webgo, denn die Preise sind fair und der Kundenservice hervorragend. Meine Fragen wurden größtenteils von den ausführlichen FAQ beantwortet und wenn doch mal was nicht klappte, bekam ich über den Support schnell Hilfe.

Und meine größte Angst, es nicht hinzubekommen, WordPress.org einzurichten, löste sich schnell auf – denn es war tatsächlich kinderleicht.

Für den Fall, dass du webgo auch mal ausprobieren möchtest, habe ich ein kleines Geschenk für dich – schließlich ist bald Weihnachten (gilt aber auch noch danach). Du kannst beim Bestellvorgang, wenn du deine persönlichen Daten eingibst, meinen Gutschein-Code stillundsensibel verwenden. Dann bekommst du 10 Euro Rabatt. (Und ich eine kleine Vermittlungsprovision von webgo, was ich dann in „still & sensibel“ investieren könnte.)

Portrait der Bloggerin
Wenn die Technik funktioniert, bin ich happy!

Das Blog-Baby wird erneut geboren

Aber zurück zum Thema.

Ich bin also mit „still & sensibel“ im Oktober von WordPress.com zu WordPress.org umgezogen. Das Design und die Domain sind neu und auch die Inhalte habe ich überarbeitet und angepasst. Ich wollte meinen Leser*innen ein noch besseres Nutzererlebnis bieten. Ich wollte, dass sie sich leicht zurechtfinden, aber gleichzeitig auch wunderbar unterhalten werden.

„Still & sensibel“ sehe ich als eine Art Spielplatz für introvertierte und hochsensible Seelen. Und es gibt für mich nichts Schöneres, als mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Natürlich stehe ich mit „still & sensibel“ noch ganz am Anfang. Deshalb freut es mich immer ganz besonders, wenn meine Leser*innen kommentieren, mich verlinken oder weiterempfehlen. Nur so kann der Blog wachsen und noch mehr introvertierte und hochsensible Menschen erreichen.

Es ist aus – nach 14 Jahren

Ende 2021 gestand mir mein Partner, dass er verliebt ist – nur leider nicht in mich. Das war erst mal ein ziemlicher Schock, auch wenn wir zu diesem Moment bereits nicht mehr „richtig“ zusammen waren.

Nach 14 Jahren On/Off-Beziehung sollte es jetzt also endgültig vorbei sein? Das fühlte sich an, als würde der Grund unter meinen Füßen aufreißen und ich in ein bodenloses Loch fallen.

Dass diese Nachricht, die ich kurz vor dem 1. Advent bekommen hatte, meine Weihnachtsstimmung kräftig trübte, kannst du sicher verstehen. Mir war mehr nach Weinen und Klagen, anstatt Pfefferkuchen und Lametta. Ich wollte mich mit einer Packung Schokoeis aufs Sofa werfen, zum drölfzigsten Mal die DVDs von „Dornenvögel“ anschauen und jedes Mal in Tränen ausbrechen, wenn im Film jemand stirbt (und dazu gibt es reichlich Gelegenheit).

Hab ich aber nicht gemacht.

Stattdessen habe ich mich Hals über Kopf in das Abenteuer gestürzt, diesen Jahresrückblick zu schreiben. Das hielt ich für die gesündere Methode, meinen Schmerz zu betäuben. Schreiben. Schreiben, bis mir die Fingerkuppen glühen. Und bisher ist das auch das absolute Geheimmittel, das mir hilft, mit meinem Liebeskummer klarzukommen.

Bloggerin zeigt ihren Bizeps
Auch diese Herausforderung werde ich überwinden, so schmerzhaft sie auch gerade ist.

Herzschmerz statt Lebkuchenherz

Es ist schwer, jeden Tag aufs Neue. Immer, wenn ich weiß, dass er gerade bei ihr ist, setzt das Kopfkino ein und reißt die Wunde in meinem Herzen wieder auf. Immer, wenn er von ihr schwärmt, fühlt es sich an, als würde jemand eine gigantische Ladung Salz über mein gebrochenes Herz kippen. Und trotzdem versuche ich, weiterzumachen und nicht in alte, destruktive Verhaltensmuster zu verfallen.

Wenn ich ganz ehrlich bin, fühlt es sich gerade an, als wolle das Schicksal mich auf die Probe stellen. Als wolle es austesten, ob ich wirklich in den letzten Monaten so viel stärker geworden bin, wie ich immer behaupte. Und auch wenn zurzeit viele Tränen fließen, merke ich dennoch: Ich BIN stärker geworden.

Aber leicht ist es dennoch nicht. Eine Trennung wie diese schmerzt, und das weiß jeder, der durch die gleiche Situation gegangen ist.

Was meinen (Ex-)Partner betrifft: Wir wollen Freunde bleiben. Mal schauen, wie und ob das funktioniert.

An der Positionierung wird gefeilt

Am 15. Dezember fand dann noch ein ganz besonderes Coaching für mich statt: Der erste Teil des Positionierungs-Coachings mit der wunderbaren Magdalena Brzuzy.

Magdalena schickte mir im Vorfeld ein Pre-Workbook, dass ich bis zu unserem Termin ausfüllen durfte. Ich freute mich riesig auf das Workbook, weil es mir immer riesigen Spaß macht, mich mit mir selbst und meinem kleinen Business zu beschäftigen.

Als das Workbook ankam und ich das PDF öffnete, fiel mir erst mal die Kinnlade runter: 41 Seiten!

Hand blättert durch ausgedrucktes Workbook
41 Seiten Workbook! Da hatte ich eine Menge zu tun – und viel Spaß!

Gute Vorbereitung ist alles

In mir machte sich die Panik breit. Obwohl ich noch eine ganze Woche Zeit zum Ausfüllen hatte, bekam ich Schiss, es nicht rechtzeitig zu schaffen. Ich plante mir extra viel Zeit ein, um mich ganz auf das Workbook zu konzentrieren und die Fragen und Aufgaben so gut es ging zu lösen. Insgesamt 3,5 Stunden investierte ich in die Vorarbeit.

Was war das Ergebnis?

Ich war so gut vorbereitet, dass wir mit dem Coaching schneller fertig waren, als wir eingeplant hatten!

Und ich muss sagen, die bisherigen Ergebnisse beflügeln mich. Im Januar wird ein zweites Coaching zum Thema Wunschkunde folgen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Eine begleitende Facebook-Gruppe zum Coaching gibt es auch, in der Workshops stattfinden sollen.

Ich bin wirklich sehr dankbar, Teil davon sein zu dürfen. Und 2022 wird dann hoffentlich auch finanziell erfolgreicher als 2021.


Meine 3 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

  • 20 Sätze, die Introvertierte nicht mehr hören können

    Dieser Blogartikel liegt mir besonders am Herzen, weil es der Erste war, der auf dieser Version des Blogs erschien UND weil es gleichzeitig auch der mit den meisten Klickzahlen war (mehr dazu unten). Ich mag den Artikel, weil er so „relatable“ ist für viele meiner Leser*innen und auch mich selbst. Die darin aufgelisteten Sprüche sind direkt aus dem Leben gegriffen und viele stille Menschen kennen sie zu genüge.
  • 12 Gründe, warum Introvertierte telefonieren hassen

    Ebenfalls Blogartikel, der bei meinen Leser*innen gut ankam – ich glaube, er war sogar auf der alten Version von „still & sensibel“ der beliebteste. Ich mag den Blogartikel, weil ich darin ganz offen und ehrlich ein Thema anspreche, das viele Introvertierte kennen, aber es nicht gerne zugeben: der Angst vor und/oder Abneigung gegen das Telefonieren.

    Viele Introvertierte kommunizieren lieber per E-Mail oder Textnachricht, anstatt anzurufen. Warum das so ist und was man bei dem „Problem“ tun kann, zeige ich in diesem Blogpost auf.
  • Hochsensibel oder hochsensitiv? Das ist der Unterschied nach Anne Heintze

    Ich glaube, an diesem Beitrag bin ich länger gesessen, als an jedem anderen. Weniger an der Buchvorstellung an sich, sondern hauptsächlich an dem Beispiel aus dem Leben. Ich stelle in dem Artikel nämlich den hochsensiblen und hochsensitiven David aus Mexiko vor, den ich oben schon mal erwähnt habe.

    Das Interview mit ihm hat zwar riesigen Spaß gemacht, war aber auch super aufwendig. Ich durfte nämlich seine Antworten erst mal ins Deutsche übersetzen, daraus dann die wertvollen Informationen für den Artikel rausziehen und einen möglichst interessant aufgebauten Text schreiben.

    Da ich so etwas bisher nur selten gemacht hatte, war das eine große Herausforderung für mich – die ich aber nicht missen möchte und sehr genossen habe. Und ich kann mir gut vorstellen, noch öfter andere Introvertierte und Hochsensible auf meinem Blog vorzustellen.

Mein Jahr 2021 in Zahlen

  • Laut meiner Jahresstatistik von Duolingo lernte ich dieses Jahr ca. 250 Tage am Stück Spanisch. Meine gesamte Lernzeit beträgt ca. 2.200 Minuten (das sind fast 37 Stunden!!!)
  • Mein still & sensibel Twitter-Account, den ich Anfang des Jahres frisch anlegte, versammelte 155 Follower.
  • Mein still & sensibel Instagram-Account, den ich ebenfalls erst dieses Jahr startete, gewann 231 Follower.
  • Insgesamt habe ich dieses Jahr 267 Stunden und 34 Minuten in meine Blogs investiert (das entspricht über 11 Tagen). Allerdings ist das reine Arbeit an den Blogs – das Social-Media-Marketing, Beatworten von E-Mail-Anfragen, usw. kam noch obendrauf.
  • Das von mir auf Spotify am häufigsten abgespielte Lied war dieses Jahr „Das Heiligste der Welt“ von Berge. Der Song hat mir in der ersten Hälfte des Jahres ziemlich viel bedeutet. Leider funktioniert mein Spotify-Jahresrückblick nicht richtig, daher kann ich keine genauen Zahlen von Spotify nennen.
  • Der auf diesem Blog am häufigsten angeklickte Blogpost war mit Abstand „20 Sätze, die Introvertierte nicht mehr hören können“ (52 Klicks insgesamt in den 1,5 Monaten seit es diese Version des Blogs gibt).
  • Ich habe leider dieses Jahr nur 7 Bücher gelesen. Davon 5 Romane, ein Sachbuch und eine Biografie. Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder mehr lesen (aber das nehme ich mir jedes Jahr vor. *seufz*)
  • Meine Spotify-Playlist mit Liedern, die 2021 erschienen sind, ist 838 Lieder lang und hat eine Abspielzeit von 51 Stunden und 28 Minuten.
Mein Instagram-Account am 19. Dezember 2021

Was 2021 sonst noch los war

Hier noch ein paar weitere Eindrücke von 2021.

Schnappschuss von Mim und ihrer Schwester
Erster Schnappschuss mit meiner neuen Kamera, die ich meiner Schwester (links) für kleines Geld abgekauft hatte. (8. Februar 2021)
Mim an einem steinernen Torbogen der Nippenburg
Ausflug zur Nippenburg bei Schwieberdingen (Nähe Stuttgart) am 6. März 2021
Trümmer der Stadt Stuttgart aus dem 2. Weltkrieg am "Monte Scherbelino" beim Birkenkopf
Ausflug zum „Monte Scherbelino“ am Birkenkopf bei Stuttgart. Auf dem Bild sind Trümmer der Stadt Stuttgart aus dem 2. Weltkrieg zu sehen. (14. Mai 2021)
Hasenbergturm bei Stuttgart
Abstecher zum Stuttgarter Hasenbergturm am 14. Mai 2021
Pomeranzengarten und Schloss in Leonberg
Spaziergang zum Pomeranzengarten und Schloss von Leonberg am 16. Mai 2021.
Blühendes Barock und Schloss Ludwigsburg
Ausflug zum „Blühenden Barock“ am Schloss Ludwigsburg mit der Familie. (11. August 2021)
Schloss Ludwigsburg
Das „Blühende Barock“ beim Schloss Ludwigsburg war schon als Kind eines meiner liebsten Ausflugsziele. Damals allerdings eher wegen des angrenzenden Märchenparks. (11. August 2021)
Schönbuchturm bei Herrenberg
Ausflug zum Schönbuchturm bei Herrenberg am 25. August 2021. Mein Partner ist hinaufgestiegen, ich blieb lieber auf dem sicheren Boden. 😉
Selfie von Mim, die das Peace-Zeichen zeigt
Nach einer schlaflosen Nacht sind mein Partner und ich am 26. August 2021 morgens gegen 5 Uhr auf den „Grünen Heiner“, einen Hügel bei Stuttgart-Weilimdorf, gestiegen. Was soll man in solch einer Situation auch sonst machen?
Grasende Schafe
Bei einem Spaziergang in meiner Heimat, der Schwäbischen Alb, ist uns eine riesige Schafherde begegnet. Da wurden sofort die Handys und Kameras gezückt! (6. November 2021)

Was wartet 2022 auf mich?

Für 2022 habe ich viele Pläne und Ziele und ich hoffe, ich kann einige davon erfüllen. Hier ein Überblick:

  • Spitze Positionierung/Tiny Offer: Ich möchte mich spitzer positionieren und arbeite daran auch schon. Zudem möchte ich gerne ein erstes kleines Produkt (Tiny Offer) kreieren und verkaufen.
  • Fernstudium zur Autorin: Ich möchte das Fernstudium endlich beenden. Ich hänge ordentlich hinterher, deshalb werde ich mir ab Januar wieder in den Hintern treten und mehr dafür machen. Schließlich macht es mir großen Spaß, ich bin nur zu faul, die Einsendeaufgaben zu lösen.
  • Newsletter/Freebie: Ab Januar soll es einen Newsletter für „still & sensibel“ geben. Ein Freebie wird ebenfalls folgen, allerdings braucht das noch etwas Zeit.
  • Erstes Sachbuch schreiben: Ich nehme mir schon seit einigen Monaten vor, ein Sachbuch zu schreiben. Natürlich wird es etwas mit Introversion zu tun haben. Ich habe einige Ideen, muss aber noch die beste auswählen (immer diese Entscheidungen!).
  • Mehr Gastartikel schreiben: Ich möchte 2022 häufiger Gastartikel für andere Blogs und (Online-)Magazine schreiben.

Mein Motto für 2022

Gib der Chance eine Chance!“

Schlussgedanken

Das war mein Jahr 2021 – bunt, abenteuerlich, teilweise auch sehr hart. Trotzdem bin ich für jeden einzelnen Tag dankbar und freue mich auf 2022. Es kann nur besser werden …

Hast du auch einen Jahresrückblick geschrieben? Dann hinterlasse mir gerne den Link in den Kommentaren, damit ich auch bei dir mal vorbeischauen kann.

Wenn nicht, erzähle mir gerne, was dein ganz persönliches Highlight 2021 war. Ich freue mich auf dein Feedback.

Vielen Dank an die liebe Judith Peters für ihre Unterstützung im Rahmen des #Jahresrückblog21. Ohne diese Aktion wären die letzten drei Wochen für mich deutlich düsterer verlaufen. Dass ich gemeinsam mit so vielen wunderbaren Frauen an meinem Jahresrückblick schreiben durfte, hat mich erfolgreich abgelenkt und aufgemuntert.

Jetzt heißt es: Nach vorne blicken!

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch! Wir lesen uns 2022 wieder!

Mim

12 Kommentare

  1. Liebe Mim, herzlichen Dank für deinen spannenden Jahresrückblick. Du hast viel Stärke bewiesen und ich freue mich, im neuen Jahr noch ganz viel von dir zu hören. Ganz besonders gefällt mir dein Branding! Na ja, gelb ist meine Lieblingsfarbe. Und du machst daraus ganz tolle Grafiken und spannende Texte. Mach weiter so! Ich wünsche dir von ganzem Herzen ein erfolgreiches, schillerndes 2022 mit sprudelnden Tantiemen! Ich freue mich, dich über den @jahresrückblog21 kennengelernt zu haben. Herzlichst, Claudia PS: Mein Jahresrückblick ist unter https://happywriting.ch/jahresrueckblick-2021/ zu finden.

    1. Hallo liebe Claudia,

      Vielen Dank für dein liebes Feedback. Ich habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut.

      Dass dir mein Branding gefällt, macht mich glücklich. Und seit ich es habe, mag ich die Farbe gelb auch ganz besonders.

      Herzlichen Dank, ich freue mich auch sehr, dass wir uns begegnet sind. Ich habe deinen Rückblick gespeichert und werde ihn heute Abend als erstes lesen.

      Ich wünsche dir ein frohes Weihnachtsfest und ein wunderbares Jahr 2022, in dem du all deine Ziele erreichen kannst.

      Liebe Grüße
      Mim

  2. Weißt du denn noch wie es für dich als Kind (Kindergarten und Schulzeit) war sensibel und introvertiert zu sein und wie deine Eltern mit den Situationen umgegangen sind?
    – Wenn ja, würde ich mich über einen Gastartikel von dir auf meinem Blog sehr freuen.

    LG Maria

    1. Hallo liebe Maria,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich glaube, ja, ich könnte darüber etwas schreiben. Zu Recherchezwecken könnte ich auch mit meinen Eltern nochmals darüber reden, ihnen fallen bestimmt noch Situationen ein, die ich bereits vergessen habe.

      Kann ich dir eine E-Mail an deine angegebene E-Mail-Adresse schicken? Dann können wir da alle offenen Fragen besprechen. 🙂

      Ich freu mich so! Danke für das Angebot, bei dir einen Gastartikel zu veröffentlichen. 🙂

      Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit!
      Mim

  3. Danke für den tollen Jahresrückblog! Ich finde deinen Artikel direkt und unverwechselbar. Das gefällt mir. Und den Artikel zu Hochsensitivität und Hochsensibilität werde ich gleich noch lesen.
    Ich bin übrigens auch ohne Motto und genaue Ziele in 2021 gestartet. 😉 Und ich finde, dass daraus trotzdem (deswegen?) eine Menge draus geworden ist!
    Bin schon sehr gespannt, nächstes Jahr mehr von dir zu lesen.
    (…und du sagst, die Reel-Angst zu überwinden lohnt sich also….. hmmmm…. 🙄)

    1. Hallo Claudia,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Es tut immer gut, zu hören, dass anderen gefällt, was ich schreibe.

      Ja, ich hatte eigentlich noch nie so ein richtiges Jahresmotto. 2022 ist da Premiere. Mal schauen, wie das für mich klappt. 🙂

      Liebe Grüße
      Mim

  4. Liebe Mim,
    Deinen Artikel hast du schön und spannend geschrieben! Du setzt deine Ziele trotz Setbacks um. Ich finde es besonders schön, dass du deine persönliche Erlebnisse, zB Dresden geteilt hast. Du hast deine einige „speed bumps“ gehabt und trotzdem weiter gemacht👏 Für 2022 wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße,
    Karen

    1. Hallo liebe Karen,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freu mich sehr über deinen Kommentar.

      Ich finde es immer wieder interessant, dass ich oft dafür gelobt werde, dass ich meine Ziele durchziehe und mich nicht entmutigen lasse. Das freut mich riesig. Ich selbst hab nämlich immer das Gefühl, viel zu schnell aufzugeben. Aber auf andere mache ich da wohl einen ganz anderen Eindruck. 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Mim

  5. Liebe Mim,
    wow, du schreibst großartig. Ich glaube, du brauchst gar kein Fernstudium zur Autorin. Das bist du doch schon! Ich hab mich teilweise in deinem Artikel wiedergefunden. Ich war auch immer Perfektionistin und stell dir vor, meinen ersten Vortrag bei der VHS hab ich ein Jahr lang vorbereitet! Aber ich hab mich auch immer wieder der nächsten Herausforderung gestellt. Und es ist unglaublich, wieviel man im Online-Business dazu lernt. Ich bin sehr gewachsen und du ja auch. In gerade mal einem Jahr! Ich wünsche dir weiter so viel Erfolg und dass du auch mit deinem wichtigen Thema Umsatz machen wirst. Freu mich, weiter von dir zu lesen.
    Liebe Grüße,
    Diana
    P.S. Das ist mein Jahresrückblick: https://diana-selig.de/mein-jahresrueckblick-2021/

    1. Hallo liebe Diana,

      vielen Dank für deinen Kommentar und das liebe Kompliment. Das freut mich sehr. Na ja, ich denke, ich habe durch das Fernstudium bereits viel gelernt und es gibt trotz allem noch einiges, bei dem ich mir unsicher bin.

      Schön, dass du dich teilweise in meinem Jahresrückblick wiederfindest. Ich habe mir deinen Jahresrückblick auf die Leseliste gesetzt und freu mich schon darauf, ihn zu lesen.

      Ganz herzliche Grüße
      Mim

  6. Hi Mim,
    Wahnsinn, was bei dir los war. Respekt, wie oft du über einen eigenen Schatten springen konntest. Ich wünsche dir für 2022 alles Gute und viel Erfolg. Mein Jahresrückblick kommt heute auch noch online. Es war ein Jahr voller Learnings.
    Viele Grüße
    Jenny

    1. Hallo Jenny,

      vielen lieben Dank für dein Feedback. Oh, dann war dein Jahr ähnlich lehrreich wie meines. 🙂 Bin schon auf deinen Rückblick gespannt. 🙂

      Wünsche dir einen guten Rutsch und ebenfalls nur das Beste für 2022!
      Viele liebe Grüße
      Mim

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