33 Gründe für Urlaub auf Balkonien – Introvert Edition

33 Gründe für Urlaub auf Balkonien

Mein Entschluss steht fest: Ich mache dieses Jahr Urlaub auf Balkonien. Ich reise zwar eigentlich sehr gerne, aber dieses Jahr mache ich es mir im Sommer lieber zu Hause gemütlich.

Urlaub auf Balkonien hat immer so einen schlechten Ruf, dabei kann es richtig schön sein. Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Menschen nur deshalb wegfahren, weil es alle machen. Reisen als Statussymbol gewissermaßen.

Für alle unentschlossenen Introvertierten und diejenigen, die dieses Jahr nicht verreisen können oder wollen, habe ich diesen Beitrag geschrieben. Natürlich immer mit einem Augenzwinkern.

33 gute Gründe für Urlaub auf Balkonien

Vielleicht überlegst du ja noch, ob du wegfahren oder den Sommer zu Hause genießen sollst. Hier ein paar Pro-Argumente, warum der heimische Balkon genauso entspannend sein kann wie der Strand. Vielleicht sogar noch mehr …

  1. Urlaub kostet Geld. Und jetzt, wo alles so teuer wird, ist ein bisschen sparen vielleicht gar nicht so verkehrt.
  2. Und Corona ist auch noch nicht vorbei, auch wenn wir es gerne hätten.
  3. Mit dem 9-Euro-Ticket kommt man günstig in den Urlaub – wenn man im vollen Zug nicht zerquetscht wird.
  4. Die Bahn ist momentan ohnehin so unpünktlich wie seit 12 Jahren nicht mehr.
  5. Und die Flughäfen sind ebenfalls völlig überlastet.
  6. Man muss lange warten – und wenn man Pech hat, verpasst man seinen Flug.
  7. Oder er wird gestrichen.
  8. Oder man landet im Zielland – aber ohne Koffer.
  9. Anstatt Strand, tut’s da vielleicht auch das lokale Schwimmbad.
  10. Oder eine kühle Badewanne. Sehr erfrischend!
  11. Da ist dann wenigstens nicht immer alles voller Sand.
  12. Und man tritt nicht versehentlich auf einen Seeigel.
  13. Einen Sonnenbrand kriegt man in der Badewanne auch nicht. Deine Haut wird’s dir danken.
  14. Wusstest du eigentlich, dass die Spanier die deutschen Touristen als „Krebse“ bezeichnen, weil die immer so rot sind? Zumindest hat mir das mal eine Spanierin erzählt.
  15. Aber zurück zu den Vorteilen: Auf Balkonien wird Deutsch gesprochen und du musst dich nicht mit Händen und Füßen auf Englisch und den paar Brocken der Landessprache verständigen, die du beherrschst.
  16. Auf Balkonien versteht dich jeder, auch noch dann, wenn du dir zu viele Cocktails gegönnt hast.
  17. Do ka i schwätza, wie mir’s Maul gwachsa isch. (Das war Schwäbisch.)
  18. Hey, und du kannst im eigenen Bett schlafen. Was gibt es Besseres?
  19. Die Kinder kannst du zu ihren Freunden oder ins Sommerferienprogramm schicken, dann hast du etwas Zeit für dich oder deinen Schatz.
  20. Und wenn die Kinder dafür noch zu klein sind, können vielleicht Oma und Opa mal drauf aufpassen. Die freuen sich sicher auch immer, wenn die Enkel da sind.
  21. Dann hast du Zeit, es dir auf Balkonien gemütlich zu machen, einfach mal zu lesen, Musik zu hören, dich mit deinem Schatz auszutauschen und die Seele baumeln zu lassen.
  22. Und niemand schnappt dir die letzte Liege in der Sonne weg.
  23. Wenn du nicht die ganze Zeit zu Hause verbringen möchtest, kannst du auch Ausflüge machen. Entweder allein oder mit der Familie. Ich bin mir sicher, es gibt sehr viele tolle Orte in deinem Umkreis, die du noch nie besucht hast: Museen, Schwimmbäder oder Badeseen, Tierparks oder Zoos, botanische Gärten, Wanderrouten oder auch Großstädte mit der Möglichkeit zum Shoppen.
  24. Oder mal ins Kino. Nicht nur bei schlechtem Wetter, auch mal bei 36 Grad im Schatten – erstens ist es da im Kino in der Regel kühler und zweitens vermutlich nicht viel los. Keine Quasseltanten, die ständig dazwischen quatschen oder lange Lulatsche, die vor dir sitzen und dir die Sicht versperren.
  25. Wenn du eine Abkühlung brauchst, hast du zu Hause noch weitere Möglichkeiten: Du kannst dir Getränke in den Kühlschrank packen, ohne dass du ein kleines Vermögen für sie bezahlen musst.
  26. Dasselbe gilt für Eis. Klar ist ein Eis in einem kleinen urigen Eiscafé mitten in Italien eine Besonderheit. Deutlich billiger ist es aber vom Discounter, die Menge ist ebenfalls größer und du musst dich nicht zwischen zwei Millionen Sorten entscheiden.
  27. Du kannst auch mal einfach in den Bus oder die S-Bahn sitzen und bis zur Endhaltestelle fahren und wieder zurück. Das 9-Euro-Ticket macht’s möglich, und wenn du es unter der Woche und außerhalb der Stoßzeiten machst, dürfte das sehr bequem sein. Vielleicht klingt das nach einer absurden Idee, aber tatsächlich denke ich schon länger darüber nach, das wirklich mal zu machen.
  28. Auf Balkonien hast du auch die Möglichkeit, endlich mal all die Zeitschriften und Bücher zu lesen, die du schon so lange lesen möchtest. Einfach mal einen Lesetag einlegen, schön im Schatten, mit einer kühlen Flasche Limonade oder einem Eiskaffee.
  29. Oder Rätsel lösen. Magst du Kreuzworträtsel oder Sudoku? Balkonien ist der ideale Platz, um sein Gehirn zu trainieren.
  30. Ein gemütlicher Spielenachmittag mit der Familie oder Freund*innen ist auch eine sehr spaßige Idee. Und gleichzeitig festigt ihr eure Beziehung zueinander.
  31. Es regnet? Dann mach nen Filmmarathon. Wann hast du zum letzten Mal alle „Herr der Ringe“-Filme nacheinander gesehen? Oder alle Teile von „Stirb langsam“? Oder – was zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt – die 10-stündigen „Dornenvögel“?
  32. Falls du jetzt sagst: „Aber ich verschicke im Urlaub doch so gerne Postkarten. Das kann ich auf Balkonien doch nicht machen!“ Doch, kannst du! Schon mal von Postcrossing gehört? Damit kannst du nicht nur im Urlaub Postkarten verschicken, sondern das ganze Jahr über. Und das Gute daran: Du bekommst sogar auch welche. Aus aller Welt!
  33. Und kulinarisch kannst du dir sicher sein, dass du zu Hause was Leckeres bekommst. Keine merkwürdigen ausländischen Speisen, keine bösen Überraschungen. Du kannst dir genau das kochen – oder kochen lassen – was dir schmeckt. Und wenn du keinen Bock auf selber kochen hast, gibt es immer noch deinen lokalen Pizzalieferdienst (es sei denn, du lebst auf dem Land).

Schlussgedanken

Das hat dich alles nicht überzeugt? Dann bist du wohl nicht zu retten. In diesem Sinne: Schönen Urlaub! Möge der Tourismusgott dir gnädig sein.

Schreib mir gerne in die Kommentare, ob du dieses Jahr verreist oder doch lieber den Sommer auf Balkonien verbringst.


Das war cool? Dann gefallen dir vielleicht auch diese Beiträge:

Links der Text: "50 Gründe, warum ich es liebe, introvertiert zu sein." Rechts eine Zeichnung einer Frau, die im Schneidersitz ein Buch liest.

50 Gründe, warum ich es liebe, introvertiert zu sein.

Niksen: So können Introvertierte davon profitieren

Niksen: So können Introvertierte davon profitieren

still & sensibel Newsletter Logo

Mit meinem Newsletter bleibst du immer auf dem neusten Stand und erfährst als Erstes, wenn es einen neuen Blogpost gibt.

4 Kommentare

  1. Danke für die Inspiration – und für die Argumente gegen einen Urlaub außerhalb der eigenen 4 Wände 😀

    Das hilft mir etwas darüber hinweg, dass wir diesen Sommer nicht wirklich verreisen werden. Obwohl manche Argumente in mir auch eine Sehnsucht geweckt haben, z.B. kulinarische Spezialitäten zu probieren. Da muss wohl spätestens im nächsten Jahr wieder ein Auslandsurlaub drin sein. Der letzte ist auch schon 4 Jahre her, wenn wir Holland nicht mitzählen…

    Ich wünsche dir auf jeden Fall einen wunderschönen Sommer (auf Balkonien) 🌞

    Liebe Grüße Christina

    1. Sehr gerne, liebe Christina. 🙂 Danke schön für dein Feedback!

      Dann geht’s dir ja so wie mir. 🙂 Ich war auch schon länger nicht mehr im Ausland, bin aber in den letzten Jahren viel innerhalb Deutschlands herumgereist. Aber dieses Jahr bleib ich daheim, von ein paar Tagen bei meinen Eltern in der Heimat mal abgesehen. 🙂

      Ich wünsche dir auch einen wundervollen Sommer.

      Ganz liebe Grüße
      Mim

  2. Ich habe mal vor langer Zeit festgestellt, wie viele Bücher ich ganzjährig hemmungslos kaufen kann für den Preis von 1 x Ferien. Seither ist das immer eine Option 🎈. Verreisen ist etwas wunderbares, wenn es nicht aus anderen Gründen grade mit viel Stress verbunden ist. Einen Grund hast du, finde ich, noch vergessen: Wir leben bereits in einer Postkarte! Die Welt ist so schön, überall. Warum nicht die Schätze in der unmittelbaren Umgebung kennenlernen?

    1. Hallo liebe Chris,

      oh ja, da hast du recht. Man bekommt eine Menge Bücher für den Preis. Das ist wirklich ein gutes Argument. 🙂

      Hihi, schau mal Punkt 23 an. Der geht doch in die Richtung, oder? Ich bin nämlich auch ein großer Fan davon, die Umgebung zu erkunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich bin mit der Datenschutzerklärung einverstanden.