Niksen: So profitieren Introvertierte davon

Niksen: So können Introvertierte davon profitieren

Niksen – schon mal davon gehört? Es handelt sich dabei um einen Lebensstil des süßen Nichtstuns. Und gerade wir Introvertierte können wunderbar davon profitieren. Denn es hilft nicht nur, den Kopf frei zu kriegen und die Kreativität anzukurbeln, sondern wirkt auch gegen Stress und die Gefahr eines Burnouts.

In diesem Artikel verrate ich dir

  • was niksen bedeutet und woher es kommt
  • inwiefern es für Introvertierte besonders relevant ist
  • wie du es praktisch anwenden kannst
  • was du tun kannst, wenn es dir schwerfällt, einfach mal nichts zu machen

Niksen – was ist das?

Niksen stammt von unseren niederländischen Nachbarn und bedeutet so viel wie „Nichtstun“. Es kam 2019 in Mode und beschreibt einen entspannten Lebensstil, bei dem man einfach mal nichts tut.

Und zwar wirklich möglichst gar nichts. Zumindest nichts, wobei wir uns konzentrieren müssen oder einen bestimmten Zweck verfolgen. Es geht darum, einfach mal die Gedanken ziehen und die Zeit verstreichen zu lassen, ohne dass man produktiv sein muss. Denn gerade heutzutage sind wir ständig davon getrieben, unsere Lebenszeit nicht zu verschwenden und jede Minute möglichst sinnvoll zu investieren.

Dabei sehnen wir uns doch danach, einfach mal nur abzuhängen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Genau hier greift das Niksen. Es entspannt und hilft, negativen Stress abzubauen – und das wiederum wirkt sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus. Außerdem hat es noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Es fördert die Kreativität. Denn besonders kreative Ideen und Lösungen fallen uns meistens dann ein, wenn unser Kopf entspannt ist.

Niksen ist für Introvertierte perfekt

Aber warum ist niksen nun für Introvertierte so hilfreich?

Weil wir besonders viel von der Ruhe und dem süßen Nichtstun profitieren. Wir brauchen Zeit für uns alleine, um unsere Batterien aufzutanken. Klar können wir in dieser Zeit auch etwas Produktives machen – so wie ich diesen Blogartikel hier gerade schreibe. Aber wenigstens ein paar Minuten am Tag dürfen wir unseren Kopf auch einfach mal entlasten.

Wenn wir den ganzen Tag Menschen um uns hatten, dann braucht unser Körper dringend Entspannung. Wir sind überreizt, erschöpft und angespannt, sehnen uns nach ein bisschen Zeit alleine. Vielleicht wartet zu Hause dein Schatz auf dich, für den du auch noch funktionieren musst. Oder du hast noch den Haushalt zu erledigen und hastest mal wieder zum Bus, weil du ein paar Minuten zu spät aufgebrochen bist.

Gerade da ist niksen eine gute Methode, um einem Social Hangover oder gar Burnout vorzubeugen.

Und auch wenn wir den ganzen Tag alleine waren, aber hochkonzentriert an etwas gearbeitet oder gelernt haben, zehrt das an den Kräften. Ich merke das oft bei mir. Auch an Tagen, an denen ich kaum Kontakt zu anderen hatte, bin ich manchmal einfach geschafft. Danach einfach mal die Seele baumeln zu lassen, tut gut und hilft mir, neue Energie zu tanken.

Niksen als Mittel gegen Stress

Wie kann ich nun das Niksen in meinen Alltag integrieren, um aktiv gegen meinen Stress anzugehen?


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Niksen lässt sich immer irgendwie im Laufe des Tages unterbringen. Ein Beispiel, wo ich viel nikse, sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Einfach mal das Hirn runterfahren. Aus dem Fenster gucken. Musik hören. Die anderen Leute beobachten. Tagträumen. All das ist niksen und hilft wunderbar, den Stress des Tages abzubauen.

Was ich auch gerne mache, ist mich abends im Sommer einfach noch auf den Balkon zu setzen und die Abendstimmung zu genießen. Auch gerne mit Musik in den Ohren. Den Sonnenuntergang und den aufsteigenden Mond betrachten, die Gedanken einfach ziehen lassen. Das hat etwas Meditatives.

Alternativ kann man das auch tagsüber machen, zum Beispiel in der Mittagspause. Während meiner Ausbildung befand sich ein Park in der Nähe meines Arbeitsplatzes. Dorthin habe ich mich immer zurückgezogen, mich auf eine Bank an den Fluss gesetzt und einfach nur dem Wasser beim Fließen zugesehen, während ich meine Butterbrezel gevespert habe.

Ich kann nicht nur „rumsitzen“

Im Grunde genommen ist alles erlaubt, was sich als „Nichtstun“ anfühlt und deinen Kopf nicht besonders anstrengt oder ein bestimmtes Ziel verfolgt. Manchen Menschen fällt aber gerade das schwer. Sie haben das Gefühl, ihre Lebenszeit zu verschwenden und können sich dadurch erst recht nicht dabei entspannen.

Für diese Menschen ist mein Rat: trotzdem probieren!

Kennst du die Weisheit: „Meditiere täglich 20 Minuten, außer du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde“? Genauso verhält es sich auch beim Niksen. Wenn wir das Gefühl haben, es nicht hinzubekommen oder keine Zeit dafür zu haben, dann ist es gerade besonders relevant für uns.

Du kannst dich beim Niksen auch mit einfachen Tätigkeiten beschäftigen, z. B. ein Handyspiel spielen oder durch Social Media scrollen. Ja, ich gebe dir hiermit offiziell die Erlaubnis, deine Zeit mit etwas „Sinnlosem“ zu vertrödeln. Denn es ist nicht sinnlos: Es entspannt dich und regt deine Kreativität an. Und meistens tut das einfach gut – wenn man es zulässt.

Schlussgedanken

Fassen wir noch mal zusammen:

  • Niksen kommt aus den Niederlanden und bedeutet „Nichtstun“.
  • Beim Niksen verbringen wir Zeit, ohne einen bestimmten Zweck zu verfolgen.
  • Das hilft uns, Stress zu reduzieren und uns etwas Gutes zu tun.
  • Außerdem regt es die Kreativität an.
  • Wenn es uns schwerfällt oder wir keine Zeit haben, zu niksen, ist es meist besonders relevant für uns.
  • Wir können dann einer schlichten, scheinbar „sinnlosen“ Tätigkeit nachgehen, z. B. ein Handyspiel spielen.

Hast du schon mal vom Niksen gehört? Auf welche Weise könntest du dir vorstellen, das Niksen mal auszuprobieren? Schreib’s mir gerne in die Kommentare.

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Sehr interessant zum Thema ist auch das Business Insider Interview mit der japanischen Autorin Naoko Yamamoto, die in den Niederlanden lebt und weiß, dass ihre japanischen Landsleute mit einem Konzept wie dem Niksen ziemlich überfordert wären.


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