Blog Birthday: Das habe ich im 1. Jahr gelernt

Blog Birthday: Was ich im 1. Jahr gelernt habe

Letzte Woche, am 12. April 2022, durfte ich mit still & sensibel meinen 1. Blog-Geburtstag feiern. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, dass still & sensibel mittlerweile zu meinem absoluten Herzensprojekt geworden ist.

Und genau deshalb habe ich mich im vergangenen Jahr dafür sehr ins Zeug gelegt und viel Neues ausprobiert. Wie ich mich innerhalb dieses 1. Jahres sowohl beim Bloggen, als auch persönlich weiterentwickelt habe, verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

Teil 1: Bloggen

Ich blogge nun schon seit einiger Zeit, aber durch still & sensibel durfte ich besonders viel übers Bloggen lernen. Nicht nur, weil ich zum selbstgehosteten Blog gewechselt habe, sondern auch, weil ich das Bloggen erstmals als eine (neben)berufliche Tätigkeit ansehe. Und weil ich mit still & sensibel ein Projekt startete, in dem all meine Leidenschaft und Energie steckt.

Im ersten Teil dieses Blogposts gehe ich auf die Dinge ein, die ich über das Bloggen dazugelernt habe. Weiter unten findest du die Punkte, wie ich persönlich gewachsen bin.

Menschen lesen von Menschen

Eine bedeutungsvolle Lektion, die ich im ersten Jahr von still & sensibel lernen durfte, war: Ich darf in meinen Beiträgen Persönlichkeit zeigen. Auch auf einem „Expertenblog“ ist es wichtig, nicht zu sehr ins Fach-Blabla abzurutschen, sondern auch etwas Persönliches von sich einzubringen.

Denn es ist doch so: Menschen lesen von Menschen. Informationen gibt es im Internet zuhauf. Eine kurze Google-Recherche und schon findet man hunderte oder tausende von Websites, die Antworten liefern. Was aber bringt Menschen dazu, auf meinen Blog zu kommen und auch wiederzukehren?

Genau: Sympathie!

Wenn ich jemandem sympathisch bin, ist die Person dazu geneigt, mehr von mir zu lesen. Und wenn dann der Funke überspringt, setzt sich die Person möglicherweise mit mir in Verbindung. Sie folgt mir vielleicht auf Social Media, lässt mir einen Kommentar auf dem Blog da oder trägt sich in meinen Newsletter ein. Auf diese Weise habe ich schon einige wunderbare Kontakte knüpfen dürfen. Vielleicht liest die Person auch still mit, kehrt aber immer wieder auf meinen Blog zurück. Auch das ist wertvoll.

Und genau das ist es ja, was wir Blogger*innen wollen: Dass unsere Texte Menschen berühren und dass sie mehr von uns lesen wollen. Und das erreicht man nur mit Persönlichkeit.

WordPress.org ist kein Hexenwerk

Ich geb’s zu, ich hatte ewig Angst vor WordPress.org. Obwohl ich mir schon länger gewünscht hatte, meinen Blog selbst zu hosten, habe ich mich lange nicht an WordPress.org getraut. Das lag vor allem daran, dass ich vor einigen Jahren mal versucht hatte, WordPress zu installieren und es einfach nicht hinbekommen habe. Von diesem Tag an dachte ich mir, dass ich dafür wohl einfach nicht erfahren genug bin.

Dann bin ich letztes Jahr zufällig auf einen Blogartikel gestoßen, in dem der Blogger verschiedene Webhoster für WordPress.org vorgestellt hat. In diesem Blogartikel erfuhr ich auch, dass viele Webhoster WordPress mit nur einem Klick installieren.

Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Ich habe mich für den beliebten Webhoster webgo.de entschieden. Die großen Vorteile bei webgo sind, dass der Anbieter relativ günstig ist und über ausgezeichnete FAQ verfügt, anhand derer ich alles installiert und eingerichtet habe. Außerdem ist der Support echt super. Wenn ich irgendwo nicht weitergekommen bin, konnte ich webgo einfach anschreiben und sie haben sich zeitnah um das Problem gekümmert.

Was ich allerdings nicht unerwähnt lassen möchte, ist, dass webgo eine eher komplizierte Benutzeroberfläche hat. Also, man muss sich schon erst mal einarbeiten und einiges in den FAQ nachschlagen, bis man sich zurechtfindet.

Doch auf diese Weise durfte ich einiges Neues über die Technik eines Blogs lernen und das gehört auch zu den Dingen, die ich still & sensibel verdanke.

Übrigens, falls du gerade auf der Suche nach einem Webhoster bist und dich für webgo entscheiden solltest, kannst du gerne meinen Gutscheincode stillundsensibel * verwenden. Mit diesem Code erhältst du beim Vertragsabschluss 10 Euro Rabatt. Nur so nebenbei bemerkt …

„Darf ich darüber bloggen?“

Ich blogge nun ja schon seit fast 7 Jahren regelmäßig (vor still & sensibel auf anderen Blogs) und eine Frage habe ich mir immer wieder gestellt: „Darf ich über XY bloggen?“ Das waren dann meist heikle Themen oder Meinungen, von denen ich vorher schon wusste, dass sie mir auch Kritik einbringen würden.

In den letzten Monaten hat sich aber verstärkt herausgestellt: Meine Frage sollte nicht „DARF ich darüber bloggen?“ sein, sondern „WILL ich darüber bloggen?“.

Wenn mir eine Sache wirklich am Herzen liegt und ich den starken Impuls verspüre, darüber zu schreiben, dann tue ich das mittlerweile auch. Ein solcher Artikel, bei dem ich echt Herzklopfen hatte, als ich auf den „Veröffentlichen“-Button klickte, war „Geh mir weg mit deiner Leichtigkeit„.

Dass dieser Artikel möglicherweise viele Leute in meinem Umfeld triggern könnte, war mir bewusst, zumal ich zu vielen Coaches Kontakt habe – und diese benutzen das Wort „Leichtigkeit“ ja besonders gerne.

Mittlerweile habe ich meine Meinung bezüglich „Leichtigkeit“ zwar teilweise geändert, aber der Artikel spricht mir trotzdem voll aus der Seele und es musste zu diesem Zeitpunkt einfach raus.

Das Ergebnis? Ich habe viel Lob und Zustimmung für den Artikel erhalten und noch heute, etwa zwei Monate später, schreiben mir immer noch Menschen, die den Blogpost gelesen und sich darin wiedergefunden haben.

Und dieses Feedback war die Nervosität durchaus wert.

Das Affiliate-Fiasko

Mit dem Start von still & sensibel habe ich auch mit Affiliate-Marketing angefangen, indem ich auf meinem Blog hin und wieder Bücher oder andere Produkte empfehle. Ich hatte gehofft, dass ich dadurch die Blogkosten decken kann.

Weit gefehlt.

Ich habe nur sehr wenig eingenommen und für die Blogkosten reicht es hinten und vorne nicht. Zumal der Gesamtbetrag auch noch unter dem Betrag liegt, den man für eine Auszahlung mindestens erreichen muss.

Das ist natürlich ernüchternd, aber auch eine wertvolle Erfahrung. Ich schätze, es liegt daran, dass ein Blog in der Anfangszeit noch nicht so viele Aufrufe hat und da ich meinen (aufrufestarken) Vorgängerblog so gut wie eingestampft habe, kamen natürlich auch von dort keine Verkäufe mehr rein.

Ich versuche es jetzt einfach weiterhin, werde mir aber auch Gedanken dazu machen, was ich alternativ oder zusätzlich machen kann, damit still & sensibel ein bisschen Geld abwirft.


Pssst … ich wollte dir noch was ans Herz legen: Es gibt jetzt für still & sensibel einen Newsletter. Damit hast du endlich die Möglichkeit, dich per E-Mail über neue Blogeinträge informieren zu lassen (und zwar BEVOR ich sie auf Social Media poste).

Außerdem teile ich mit meinen Abonnent*innen persönliche Geschichten, Tipps und alle Neuigkeiten rund um Introversion, still & sensibel und mich.


Teil 2: Persönlichkeit

Nicht nur als Blogger habe ich mich weiterentwickelt, sondern auch als Person. Dabei hat still & sensibel eine große Rolle gespielt, denn nur weil ich dieses Projekt angepackt habe, habe ich mich auch oft Dingen gestellt, die mir zuerst Angst gemacht haben. Komfortzone, Perfektionismus, Money Mindset: All das sind Themen, die ich im ersten Jahr von still & sensibel anpacken durfte.

Bye-bye, Komfortzone!

Mein Projekt still & sensibel hat mich innerhalb des letzten Jahres viele Male dazu gebracht, aus meiner Komfortzone herauszutreten und Neues zu wagen.

Ich traute mich etwa an Instagram Reels heran und überwand meine schreckliche Angst vor Video-Calls (darüber hatte ich ja auch in meinem Jahresrückblick 2021 berichtet). Außerdem habe ich mich vor ungefähr einem Jahr bei LinkedIn angemeldet. Das war ebenfalls eine sehr aufregende Erfahrung, da ich mich erstmals mit meinem Blog unter lauter Expert*innen mischte (und mir vorkam wie ein Goldfisch im Haifischbecken).

Ich habe dort einige wunderbare Kontakte geknüpft, zum Beispiel mit Ricarda Colditz, die in ihrem eigenen Verlag Bücher über Introversion im Berufsleben verlegt. Im Januar 2022 durfte ich sie sogar interviewen.

Außerdem nahm ich an sämtlichen Bootcamps, Workshops, Summits, Coachings, Kursen, einem Trance Healing und noch vielen anderen großen und kleinen Veranstaltungen teil und bildete mich weiter. Das verlangte sehr viel Mut und Energie, aber es lohnte sich auf jeden Fall.

Ganz besonders hat mich das Mentoring mit der lieben Magdalena Brzuzy gestärkt und ich durfte eine wunderbare Entwicklung machen. Auch der Selbstbewusstseinskurs mit Sandra Krüger hat mir Mut gegeben, meinen Weg zu gehen.

Und ohne still & sensibel wäre es nie zu all dem gekommen. Denn dieses Projekt hat mich dazu gebracht, mich weiterzuentwickeln und ich bin auch nur dadurch auf meine späteren Coaches und Mentorinnen aufmerksam geworden – oder sie auf mich.

Der leidige Perfektionismus

Angestoßen von einem kurzen Coaching mit der lieben Katrin Scheffler im Juni 2021, habe ich mich mehr mit meinem Perfektionismus auseinandergesetzt. Das ist ein sehr komplexes Thema, das weit mehr in meinen Alltag eingegriffen hat, als mir zunächst bewusst war.

Hauptsächlich gab es da dieses sprunghafte Verhalten, á la wenn ich bei einer Sache an meine Grenzen stoße, fange ich einfach etwas Neues, vermeintlich viiiiel Besseres an.

Dieses „Problem“ kannte ich schon aus meiner Zeit, als ich noch Geschichten geschrieben habe. Auf meiner Festplatte befinden sich – ohne Witz – 14 fertige Rohfassungen für Romane und Kurzromane, die die ich nie veröffentlicht habe. Einfach deshalb, weil sie meinen Ansprüchen nicht genügt haben und ich mich lieber an die nächste Geschichte gesetzt habe, anstatt an einer alten zu feilen. Und die unbeendeten Rohfassungen habe ich da noch gar nicht mitgezählt.

Genau dieses Verhalten schlich sich auch bei anderen Dingen ein. Ich fing etwas an, irgendwann flaute die Begeisterung ab und etwas Neues, vermeintlich viel Cooleres nahm seinen Platz ein.

Und das ist purer Perfektionismus. Aus Angst, zu versagen oder eine Sache nicht hinzubekommen, breche ich sie ab und flüchte mich zur nächsten Sache. Denn das Scheitern will ich mir nicht eingestehen müssen.

Ich war wie ein Schmetterling, der von einer Blume zur nächsten flattert und sich einfach nirgendwo lange niederlassen möchte. Für manche mag das funktionieren, aber mich hat diese ständige Wechslerei mit der Zeit sehr angestrengt und unglücklich gemacht.

Daran habe ich viel gearbeitet, indem ich mich ganz auf still & sensibel fokussiert habe. Bei diesem Projekt wollte ich den Fehler nicht wieder machen.

Und siehe da: Das erste Jahr ist geschafft und ich bin noch immer genauso viel Leidenschaft dabei, wie am Anfang. Obwohl, nein, das stimmt nicht ganz. Die Leidenschaft ist auf dem Weg noch gewachsen. Und dafür bin ich sehr dankbar.

„Millionäre sind schlechte Menschen!“

Ich bin aufgewachsen mit den Glaubenssätzen, dass Geld stinkt, man besser nicht darüber redet und Millionäre gierig sind. Teilweise wurde mir das von meinem Umfeld so vorgelebt, aber ich habe mir auch viel selbst davon eingeredet.

Bis Herbst 2021 war mein Leitspruch immer: „Geld ist mir nicht so wichtig.“ Das stimmte auch, denn mir war früh klar, dass man die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wie Liebe oder Glück nicht unbedingt mit Geld kaufen kann.

Nur wurde mir auch immer mehr bewusst: Geld macht vielleicht nicht glücklich, aber es verhindert vieles, was einen unglücklich macht. Und indem ich behauptete, Geld sei mir nicht wichtig, überspielte ich meine Verbitterung darüber, dass ich kein Geld hatte.

Als mir das im Oktober 2021 klar wurde, habe ich angefangen, an meinem Money Mindset zu arbeiten. Ich habe mir all meine negativen Glaubenssätze vorgenommen und durch positive ersetzt. Ich habe angefangen, Geld als meinen besten Freund zu behandeln. Ja, ich habe sogar einen Brief an mein Geld geschrieben. Einen Brief, in dem ich mich für die schlechte Stimmung zwischen uns entschuldigt habe.

Hat das Ganze etwas gebracht? Ich denke, ja. Ich bin zwar dadurch nicht zum Millionär geworden, aber ich gehe seither viel bewusster mit meinem Geld um und bin auch sparsamer. Nicht geizig. Aber ich überlege mir zweimal, ob ich etwas wirklich brauche, bevor ich mein Geld in die Sache investiere. Dadurch habe ich mehr Geld für die Dinge zur Verfügung, die ich wirklich möchte und brauche.

Und – und das ist das Wichtigste – ich habe Ideen gesammelt, wie ich mehr Geld in mein Leben bringen könnte. Ich freue mich schon sehr darauf, diese Dinge auszuprobieren. Und ja, viele davon haben mit still & sensibel zu tun.

Schlussgedanken

Noch mal zusammengefasst: Ich habe mich sowohl als Blogger, als auch als Person weiterentwickeln dürfen. Dabei habe ich

  • gemerkt, wie wichtig es ist, auf einem Blog Persönlichkeit zu zeigen
  • gelernt, dass WordPress.org kein Hexenwerk (mehr) ist
  • mich getraut, über Dinge zu bloggen, die anderen sauer aufstoßen könnten
  • kapiert, dass Affiliate-Marketing allein nicht ausreicht, um meine Blogkosten zu decken
  • mich mehrmals aus meiner Komfortzone getraut
  • mich mit meinem Perfektionismus beschäftigt
  • mein Money Mindset verändert

Das erste Jahr mit still & sensibel hat mehr Veränderung mit sich gebracht, als die letzten fünf Jahre zusammen. Dafür bin ich sehr dankbar und ich weiß, dass auch im zweiten Jahr viel Wachstum und Weiterentwicklung auf mich warten wird.

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2 Kommentare

  1. Dein Artikel ist gerade mein Geschenk, dass mein privater Text per Mail an dich gelöscht wurde.
    Du teilst hier so wichtige und wertvolle Erfahrungen, Erkenntnisse und Impulse. Von Herzen DANKE dafür.
    Ich finde mich in vielen Dingen wieder, ganz besonders was das Money Mindset betrifft. Ich freue mich sehr drüber, Teil deines persönlichen Weges zu sein und bin stolz auf dich, auf welche besondere Art und Weise du hochsensiblen und introvertierten Menschen zeigst dass es möglich ist selbstbestimmt den eigenen Weg zu gehen. Ich feier dich 🙂

    Herzensgrüße, Angela

    1. Hallo Angela,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich riesig darüber gefreut.

      Es ist schön, dass du dich trotz der gelöschten Mail nicht zu sehr ärgerst und stattdessen auf meinem Blog vorbeigeschaut hast. Gut, dass du etwas Nützliches für dich aus diesem Artikel ziehen konntest. 🙂

      Mich freut es auch sehr, dich auf deinem Weg begleiten zu dürfen, hinein in dein eigenes, spannendes Blogabenteuer! Auch ich feier dich, liebe Angela! 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Mim

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